Kleiner Junge mit SeifenblasenMädchen liegt im GrasGeschwister in den BergenJunge mit blauem T-shirt lachtGeschwister im Gras liegend
 

Jahresrückblick

Jahresbericht des Vorstands 2020

 

Dieser Jahresbericht soll einen transparenten Einblick geben, wie wir bei Wir DABEI! arbeiten und wofür wir uns einsetzen.

 

1. Beratungsangebote

2. Eigene Veranstaltungen

3. Seminar- und Trainingsangebote

4. Inklusive Projekte

5. Netzwerkarbeit

6. Politische Arbeit

7. Besuchte Veranstaltungen/Fortbildungen

8. Mitgliederstand und –struktur

9. Allgemeine Informationen

10. Ausblick 2021

 

1. Beratungsangebote

Wir DABEI! unterstützt Menschen mit Behinderung und/oder chronischer Erkrankung, Ihre Angehörigen, aber auch Erzieher*innen, Lehrer*innen, Arbeitgeber*innen und andere Bezugspersonen bei Fragen und Problemen rund um die Themen Behinderung/chronische Krankheit und Inklusion durch unsere beiden Beratungsstellen. Auch in der Coronakrise konnten wir unser Angebot der Beratung aufrechterhalten. Wir haben im März 2020 sofort ein Konzept für Online-Beratungen entwickelt und von unserem Datenschutzbeauftragten prüfen lassen. Seitdem haben wir in 2020 im Schwerpunkt Online-Beratungen durchgeführt, aber durchaus auch neue Modelle der Beratung, wie „Walk and Talk“ mit Spaziergängen im Freien umgesetzt. Präsenzberatungen werden unter strenger Einhaltung der Hygienevorschriften bei Bedarf im Einzelfall auch durchgeführt.

 

Es wurden im Jahr 2020 44 Beratungen der allgemeinen Beratungsstelle durchgeführt. Davon wurden 29 Beratungen für oder mit der EUTB® Bergstraße wahrgenommen. Alle Beratungen der allgemeinen Beratungsstelle werden ehrenamtlich durchgeführt. In der allgemeinen Beratungsstelle betreuen wir Ratsuchende auch bei Widersprüchen. Erstkontakte (Kontaktaufnahme direkt nach der Geburt) waren auch dabei, um die Familien in der momentan emotional sehr herausfordernden Situation in dem Maße zu begleiten, wie es gewünscht wird. Die Aufteilung auf die Themengebiete sieht wie folgt aus:

Beratungen nach Themengebieten

Der Verein Wir DABEI! e.V. ist seit dem 1. Januar 2018 Träger der Teilhabeberatung Bergstraße. Die „Ergänzende unabhängige Teilhabeberatung“ berät Menschen mit Behinderungen oder chronischen Erkrankungen, wie auch von Behinderung bedrohte Menschen und deren Bezugspersonen. Sie können mit allen Fragen zu uns kommen. Die EUTB® Bergstraße mit drei angestellten Berater*innen (mit einer Gesamt-Mitarbeiterkapazität von 1,87 Mitarbeitern) führte 339 Beratungen in 2020 durch. Dies ist seit Beginn der Arbeit der EUTB® (2018) der bisher höchste Jahreswert. Das Angebot wird immer mehr in der Öffentlichkeit wahrgenommen und Ratsuchende finden immer öfter den Weg zu uns. Für die Online-Beratungen musste ein grundlegend neues Konzept erarbeitet und umgesetzt werden, was nur durch die Fachkompetenz unseres EUTB®-Beraters bei beiden Beratungsstellen schnell realisierbar war.

Die Beratungen der EUTB® gliederten sich im Jahr 2020 wie folgt:

Verteilung Ratsuchende nach Altersgruppen

Der Wir DABEI!-Vorstand und das Team der EUTB® freuen sich sehr: Im Rahmen des Folgeantragsverfahrens erhielten wir den Zuschlag des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales zur weiteren Förderung der EUTB®-Stelle für die Bergstraße, zunächst bis Ende 2022. Da wir 5% der Kosten der EUTB® als Trägerverein selbst tragen müssen, liegt die finanzielle Belastung der beiden Jahre bei rund 20.000 Euro. Jedoch erachten wir diese Beratungsstelle als wichtigen Baustein für die Beratungslandschaft, was sich ja auch in den hohen Beratungszahlen widerspiegelt. Mit dem Angehörigen-Entlastungsgesetz (in Kraft ab 1.1.2020) wurde weiterhin festgelegt, dass das Angebot der Teilhabe-Beratung über das Jahr 2022 hinaus dauerhaft finanziert wird – weitere Details bleiben abzuwarten. Voller Tatendrang freuen wir uns auf die weitere Entwicklung der EUTB® Bergstraße!
 

 

2. Eigene Veranstaltungen
 

Wir DABEI!-Cafés

Das Wir DABEI!-Café ist unser Angebot für den Austausch im Rahmen der Selbsthilfe. Dies wird sehr stark von Eltern von Kindern mit Behinderung genutzt. In geschütztem Rahmen können hier alle über die Belastungen, Ängste und Sorgen sprechen – aber auch Erfolge und Fortschritte zusammen feiern. Leider konnten wir aufgrund der Corona-Pandemie in 2020 bisher nur ein Café anbieten. Aufgrund der zu erwartenden, länger andauernden Einschränkungen sind wir in den Planungen für ein Online-Angebot. Damit wollen wir den Austausch im Rahmen der Selbsthilfe wieder ermöglichen – auch wenn dies nicht die Atmosphäre des ursprünglichen Cafés hat.

Vereinsgrillfest mit inklusiven Spielangeboten

Das geplante inklusive Vereinsgrillfest musste leider aufgrund der Corona-Pandemie abgesagt werden.

 

Mitgliederversammlung

Die ordentliche Mitgliederversammlung fand am 29.09.2020 statt. Der Vorstand wurde – bei Enthaltung der Vorstandsmitglieder – ohne Gegenstimme entlastet und alle Vorstandsmitglieder wurden in ihren Ämtern bei der Neuwahl bestätigt.

Vorstandssitzungen

Der Vorstand trifft sich regelmäßig zu Vorstandssitzungen. Aufgrund von Corona wurden die meisten Vorstandssitzungen online durchgeführt. In 2020 wurden sechs Vorstandssitzungen abgehalten.

 

Vorstellung der EUTB®

Viermal wurde die EUTB® im Rahmen von Vorträgen vorgestellt, dies war im Sozialausschuss in Bürstadt, bei der Diakonie Rimbach, im Sozialausschuss in Lampertheim und in Frankfurt bei einem Netzwerktreffen.

 

 

3. Seminar- und Trainingsangebote
 

„Yes, we can!“-Seminare

Im Jahr 2020 konnten wir trotz der Corona-Situation zwei 2-tägige Seminare über die Mathedidaktik “Yes, we can!” durchführen, die auch Menschen mit Rechenschwäche oder Behinderung einen Zugang zur Alltagsmathematik ermöglichen.

 

Darüber hinaus wurde ein Kurzvortrag zur Didaktik in einer Förderschule gehalten. Durch Spenden konnten wir notwendige Artikel zur Einhaltung der Hygienevorschriften zur Verfügung stellen.

 

„Yes, we can!“-Training

Die Mathetrainings konnten aufgrund der Pandemie nur bis Mitte März angeboten werden. Ein Hygienekonzept wurde entwickelt und eine Spuckschutzwand angeschafft, so dass das Training wieder gestartet werden kann, sobald die Kinder und Jugendlichen dieses wieder aufnehmen möchten und die gesetzlichen Rahmenbedingungen es erlauben.

 

 

4. Inklusive Projekte

 

In diesem Jahr wollten wir im Rahmen unseres inklusiven Musikprojekts „Dabei sein“ mit dem Projektleiter und Initiator Michael Böhler ein Musikvideo zu unserem Lied drehen. Leider ist dies im Moment durch COVID-19 auf Eis gelegt. Aber wir haben das Thema weiterhin auf der Agenda. Etwas Neues gibt es jedoch selbst im Corona-Jahr. Inzwischen ist „Dabei sein“ auf allen Plattformen, wie zum Beispiel Spotify oder Amazon Music stream- und downloadbar. Der Projektfilm ist außerdem über den Wir DABEI! Youtube Kanal (https://youtu.be/UOmQP2z6kwU) zu sehen, wie auch über unsere Website (https://www.wir-dabei.de/seite/439504/musikprojekt.html)

 

Im Rahmen des Konfirmationsunterrichtes konnten wir gemeinsam mit den Jugendlichen über Inklusion und die vorhandenen Berührungsängste in der Gesellschaft sprechen. In Planung war ein gemeinsamer Gottesdienst mit unserem Verein, um auch zusammen das Lied „Dabei sein“ zu singen – mit Gebärden, so dass auch Gehörlose denn Sinn unseres Liedes begreifen können. Leider fiel der Gottesdienst Corona zum Opfer. Das Üben der Gebärden machte aber trotzdem allen viel Spaß.

 

Das Kooperationsprojekt WegbeREITER mit dem Reit- und Fahrverein Birkenau läuft. In 2 Gruppen sind Kinder mit Behinderung integriert. Eine eigene Begleitung der Kinder ist durch uns nicht notwendig, da im Moment keine Kinder mit geistiger Behinderung an dem Projekt teilnehmen.

 

 

5. Netzwerkarbeit

 

Im AKI Weinheim ist Kerstin Herbold als Vertreterin von Wir DABEI! präsent und weiterhin auch Sprecherin des AKI. In der Sozialen Vielfalt Weinheim sind wir ebenfalls noch Mitglied, dieses Netzwerk wird soweit es möglich ist von unseren Beraterinnen der EUTB mit abgedeckt. Bei der Elterninitiative Rhein-Neckar Gemeinsam leben - Gemeinsam lernen, Eltern gegen Aussonderung von Kindern mit Behinderungen e.V. sind wir ebenfalls Mitglied und tauschen uns immer wieder bei Projekten und konkret anstehenden Themen aus.

 

Im hessenweiten Netzwerk, das durch den Verein Gemeinsam leben Hessen e.V. gepflegt wird, sind wir aktiv, da dort durch unser Vorstandsmitglied Petra Doering auch ein Vorstandsamt wahrgenommen wird. Gemeinsam leben Hessen e.V. hat seit November 2018 eine hessenweite Inklusionsberatung, die vom Land gefördert wird, etabliert. Von dem Knowhow von Gemeinsam leben Hessen profitieren wir in komplizierten Fällen immer sehr.

 

Die Netzwerkarbeit mit der Behindertenhilfe Bergstraße gGmbH, bei der wir ebenfalls Mitglied sind, trägt in vielen gemeinsamen Projekten, wie z.B. den Teilhabewegweiser, Früchte.

 

Darüber hinaus haben sich sowohl die Berater*innen der EUTB® weiter vor allem mit den südhessischen EUTBen vernetzt, um so für einen guten Erfahrungsaustausch zu sorgen. Auch die Träger der EUTB® Angebote haben sich in Hessen vernetzt, um offene Fragen und Probleme für die Träger in die Politik, hier vor allem in das BMAS zu tragen. Aufgrund dieser Vernetzung und der offenen Kommunikation mit dem BMAS und der für die verwaltungstechnische Abwicklung zuständigen Firma finden nun regelmäßige Online-Sprechstunden für die Träger der Ergänzenden Unabhängigen Beratungen statt, damit alle Träger bestmöglich auf demselben Wissensstand sind.


Zusätzlich zu den einzeln aufgeführten Netzwerkpartnern wurden mit etlichen weiteren Institutionen Treffen im Jahr 2020 durchgeführt, ab März verstärkt online. In Summe waren dies 36 Termine die im Kalenderjahr 2020 – trotz der Corona-Pandemie - im Rahmen des Netzwerkens wahrgenommen wurden. Dies ist sehr wichtig, um bei den Beratungsangeboten, der politischen Arbeit und den Projekten des Vereins immer im Sinne der Ratsuchenden agieren zu können.

 

 

6. Politische Arbeit


Wir sind weiterhin in der Kreisteilhabekommission im Kreis Bergstraße vertreten. Dort wurde in den Sitzungen im Jahr 2020 das überarbeitete Leitbild zum Thema Inklusion überarbeitet. Darüber hinaus ist die EUTB® Bergstraße mit dem Thema Wohnen sehr aktiv. Ein geplanter Fachtag musste abgesagt werden, soll aber im Jahr 2021 nachgeholt werden. Ein weiteres wichtiges Thema haben wir in der Diskussion der KTK eingebracht: Was muss sich für Menschen mit Behinderung und ihre Familien ändern, sollte es zu einem zweiten Lock-Down kommen? Nach der Vorstellung der ersten Ergebnisse (immerhin hatten sich in einer Woche über 30 Familien und Betroffene gemeldet) wurde eine Arbeitsgruppe „Corona“ gegründet, an der sowohl der Verein als auch die EUTB® Bergstraße teilnahm. Um auf eine „zweite Welle“ oder künftige Krisensituationen besser vorbereitet zu sein, konnten so unter anderem die Erfahrungsberichte von Menschen mit Behinderung und ihren Angehörigen eine Grundlage bilden. Diese reichen von dem Bedarf an Angeboten für Kinder mit erhöhtem Betreuungsbedarf über notwendige Ausstattung mit Schutzkleidung pflegender Angehöriger bis hin zu den Gegebenheiten in Pflegeheimen und anderen Wohneinrichtungen. Ende Dezember wurden die Ergebnisse der Presse vorgestellt. Schreiben mit ausgearbeiteten Verbesserungsvorschlägen wurden über den Leiter der Kreisteilhabekommission an entsprechende Stellen im Kreis, im Land und im Bund versendet. Die Kommission tagte in 2020 zweimal. Die Arbeitsgruppe Corona traf sich einmal, Petra Thaidigsmann für die EUTB® und Petra Doering für den Verein Wir DABEI! nahmen dann gemeinsam mit zwei weiteren Mitgliedern der AG Corona am Pressegespräch hierzu teil. Darüber hinaus gab es mehrere Arbeitstreffen der Kolleg*innen der EUTB® für die Vorbereitung des Fachtags zum Thema Wohnen.

 

 

7. Besuchte Veranstaltungen

 

Informationsstände

Nur zweimal konnten wir in 2020 der Öffentlichkeit unseren Verein und die EUTB® Bergstraße im Rahmen eines Informationsstandes vorstellen. Die Einladungen erfolgten jeweils vom „Unverpackt-Laden“ in Birkenau, einmal zum Jubiläum des Geschäfts und einmal im Rahmen der „Meile der Begegnungen“. Neben der Vereinsinformation wurden auch Beratungen bei Bedarf vor Ort durchgeführt.

 

Fortbildungen

In Summe wurden 11 Fortbildungen im Jahr 2020 besucht, im Schwerpunkt von den Berater*innen der EUTB® Bergstraße. Dadurch wird der Beratungshorizont kontinuierlich um neue Themen erweitert. Dies gilt in 2020 vor allem für die Bereiche „Geistige Behinderung & Sexualität“ sowie für den Themenbereich "Gesprächsführung mit psychisch beeinträchtigten Menschen", für welchen ein zweitägiges Grundlagenseminar besucht wurde. Auch im Bereich „Autismus & Sexualität“ konnte sich das Berater*innenteam weiterführende Beratungskompetenzen erarbeiten.

 

 

8. Mitgliederstand und –struktur

 

Wir haben am Jahresende 2020 einen Mitgliederstand von 259 Mitgliedern. Im Jahr 2020 gab es acht Eintritte. Die Mitgliederstruktur stellt sich zum 31.12.2020 wie folgt dar:

Mitgliederstand und -struktur

 

9. Allgemeine Informationen

 

Homepage
Unsere neue, grundlegend überarbeitete Vereins-Webseite ist moderner, übersichtlicher, verständlicher, barrierefreier – kurz: viel besser an die Bedürfnisse unserer unterschiedlichen Zielgruppen angepasst. Ohne großen Suchaufwand erhält man einen detaillierten Überblick über den Verein. Menschen mit Sehbehinderung können nun unser neues Vorleseprogramm nutzen. Auch sind die wichtigsten Seiten jetzt zusätzlich in "Leichter Sprache" abrufbar. Neu ist auch die optimierte Anzeige der Webseite auf mobilen Endgeräten wie Smartphones oder Tablets, sodass man jederzeit schnell und unkompliziert auch von unterwegs reinschauen kann. Zudem haben wir jetzt einen Live-Ticker, der sofort beim Öffnen der Seite erscheint und über die aktuellen Neuigkeiten oder Veranstaltungen berichtet. Im Zuge des kontinuierlichen Ausbaus der Barrierefreiheit befindet sich außerdem momentan die Übersetzung der EUTB® Homepage in Entwicklung. Alle Informationen zur EUTB® Bergstraße sollen in Kürze online auch in Leichter Sprache zur Verfügung stehen.

 

Teilhabewegweise für den Kreis Bergstraße

Unter Federführung der EUTB® nahm eine Arbeitsgruppe „Teilhabewegweiser für den Kreis Bergstraße“ ihre Arbeit auf. So sind für Menschen mit Behinderung und ihre Angehörigen die wichtigsten Informationen in einem neuen Wegweiser zusammengestellt. Neben der Printausgabe gibt es auch ein online verfügbares Dokument, welches permanent auf dem laufenden Stand gehalten wird. Neben der EUTB® war auch Wir DABEI! bei der Erstellung des Wegweisers engagiert.

 

Wegweiser Demenz
Weiterhin wirkte die EUTB® bei der erstmaligen Erstellung des „Wegweisers Demenz“ für das Weschnitztal mit.

 

Informationsbroschüre für Eltern
Derzeit erarbeiten die EUTB® gemeinsam mit der allgemeinen Beratungsstelle des Vereins eine umfassende Informationsbroschüre für Eltern im Kreis Bergstraße mit dem Titel:
„Inklusion in der Schule – Grundlagen und Möglichkeiten“. Nach wie vor stellen wir in unserer Beratungsarbeit einen hohen Informationsbedarf zu diesem Thema fest. Diese Broschüre soll helfen, betroffene Familien umfassend über ihre Rechte und Möglichkeiten im Bereich inklusiver Bildung im Kreis Bergstraße zu informieren. Ein besonderes Augenmerk soll auf den Übergängen in der Schullaufbahn liegen und auf dem Übergang Schule – Beruf. Hier liegen derzeit regional noch keine umfassenden Informationsmaterialien vor.

 

Wir DABEI!-Post

Die Wir DABEI!-Post erscheint in der Regel 2x im Jahr. In diesem Jahr haben wir aufgrund der aktuellen Situation im Frühjahr über einen Newsletter unsere Mitglieder über Neues im Verein informiert. Im November erschien die gedruckte Wir DABEI!-Post für dieses Jahr. Aufgrund der geringen Auslagen in Arzt- und Therapiepraxen, hatten wir die Druckauflage gesenkt. Das Redaktionsteam traf sich insgesamt dreimal zu Online-Besprechungen.

 

Bibliotheksprogramm

In 2020 wurden alle unsere Bücher, Zeitschriften und DVDs in ein neues Bibliotheksprogramm eingepflegt. Somit ist die Nachhaltung ausgeliehener Medien deutlich einfacher geworden. Darüber hinaus ist auch die Suche im Programm nach Schlagworten möglich, sodass die Suche nach Fachliteratur deutlich besser unterstützt werden kann.

 

Archivierung von Zeitungsartikeln und Flyern

Drei Schülerinnen arbeiteten im Rahmen eines Ferienjobs bei uns und archivierten große Mengen an Fachartikeln und Flyern. Die Archivierung der Flyer ist nun abgeschlossen und wird aktuell von den Berater*innen mit Schlagworten versehen. Sobald dieser Vorgang abgeschlossen ist, können alle Berater*innen (sowohl die Berater*innen der EUTB als auch der allgemeinen Beratungsstelle) über eine Schlagwortsuche sofort die passenden Unterlagen für die Ratsuchenden finden. Natürlich kann so auch digital an Ratsuchende unkompliziert Infomaterial weitergegeben werden.

 

Weitere Termine
In 2020 nahmen wir im Rahmen unserer Öffentlichkeitsarbeit an sechs Presseterminen teil. Fünfmal durften wir Spendenübergaben wahrnehmen.

 

 

10. Ausblick 2021

 

In 2021 möchten wir eine digitale Form des Wir DABEI!-Cafés umsetzen. Dadurch sollen Eltern, die durch die Betreuung ihrer Kinder an ihre Grenzen kommen, zumindest in digitaler Form eine Unterstützung bekommen.

 

Wir arbeiten mit aller Kraft daran, die Elternbroschüre fertigzustellen, an der wir im letzten Jahr auch schon gearbeitet haben.

 

Daneben sind wir in der Planung für ein Geschwisterwochenende im Herbst. Hier sollen die Geschwisterkinder von Kindern mit Behinderung und/oder chronischer Krankheit im Mittelpunkt stehen. Sie erleben ein tolles Wochenende mit vielen spannenden Aktionen und werden hierbei von Psychotherapeuten begleitet, um so die Möglichkeit zu bekommen in professioneller Begleitung ihre besondere Rolle zu reflektieren und zu stärken.

 

Vorträge zum Frühen Lesen und zur Musiktherapie sind ebenfalls für den Herbst geplant.

 

Mit Hochdruck arbeitet ein Team von Ehrenamtlichen an der Möglichkeit unsere Matheseminare auch online anbieten zu können. Somit sollen neben zwei Präsenzseminaren auch Online-Seminare durchgeführt werden.

 

Darüber hinaus möchten wir mit einem Verein, der Rettungskräfte speziell für den Umgang mit Kindern in Notsituationen schult, ein Schulungskonzept für den Umgang mit Kindern mit einer Behinderung entwerfen. Eine Notsituation, in der ein Notarzt gerufen wird, ist für alle Kinder traumatisch. Für Kinder, die nur schwer ihre Ängste in Worte fassen können, aber noch schwieriger. Ein besonderes Augenmerk soll hier auf Kinder ohne Sprache, Kinder mit Autismus und Kinder mit psychischer Erkrankung gelegt werden.

 

Das von uns im Jahr 2020 geplante inklusive Kinderfest haben wir aufgrund der Corona-Pandemie in das Jahr 2022 verschoben. Aufgrund der nur zögerlich anlaufenden Impfungen befürchten wir, dass viele Menschen mit Behinderung und/oder chronischer Krankheit an diesem Fest nicht teilnehmen könnten oder ihre Gesundheit gefährden würden.

 

Und selbstverständlich werden wir auch in 2021 weiterhin mit unseren beiden Beratungsstellen für Menschen mit Behinderung und/oder chronischer Krankheit sowie ihren Angehörigen, Betreuer*innen und anderen interessierten wie Lehrer*innen, Erzieher*innen etc. da sein und ihnen mit Rat und Tat zur Seite stehen.

 

Jetzt Spenden! Das Spendenformular wird von betterplace.org bereit gestellt.

 

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